Studie: Offshoring nicht Hauptgrund für den Abbau von Arbeitsplätzen im Banksektor

Finanzunternehmen greifen viel öfter zum Outsourcing, als andere Organisationen. Laut einer neuen Studie ist Offshoring nicht der Hauptfaktor hinter dem Job-Abbau im Bankgeschäft, doch sind das IT- und Support-Personal davon stark betroffen.

Die Restrukturierung ist für fast Dreiviertel aller Entlassungen bei den Banken verantwortlich, dagegen führte das Offshoring in nur 10 Prozent der Fälle dazu, dass Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Deutschen Bank nach der Zusammenfassung von Daten über verschiedene europäische Finanzunternehmen.

Thomas Meyer, der Verfasser des Berichts, schrieb: “Europaweit gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Anteil von Banken, die ihre IT-Funktionen ausgelagert haben, und den Veränderungen in der Beschäftigungssituation im Banksektor zwischen 2002 und 2006.” Laut dem Verfasser dominieren dagegen andere Faktoren die Relation, solche wie der Rückgang im deutschen Banksektor sowie der Aufholbedarf osteuropäischer Länder im Bereich finanzieller Entwicklung.

Während in Großbritannien in den vier Jahren bis 2006 die Gesamtbeschäftigtenzahl im Banksektor um etwa 10 Prozent abnahm, nutzten nur ca. 14 Prozent aller Banken Offshoring-Dienstleistungen.

Bei den europäischen Banken arbeiten fast 32 Prozent des IT-Personals und an die 38 Prozent der Support-Mitarbeiter im Ausland. Den Löwenanteil der Offshoring-Aufträge nach Indien, um die 41 Prozent, vergeben die Finanzdienstleistungsunternehmen. Gleich danach kommen die Technologie- und Telekommunikationsbranche mit 19 Prozent, Fertigungsunternehmen mit 15 Prozent und Einzelhandelsunternehmen mit etwa 8 Prozent.

Einen wesentlichen Anteil der Offshore-Arbeit in Indien bilden Softwareentwicklung, Business Process Outsourcing, Call Centers und Accounting. Finanzunternehmen setzen immer mehr auf Offshoring. 22 Prozent machen dies bereits, doch wie man sieht, liegt diese Zahl noch weit hinter den 90 Prozent, die im eigenen Land outsourcen.

Doch die Studie warnt die Banken davor, die sofortigen positiven Effekte des Offshorings nicht über zu bewerten. Laut Thomas Meyer werden etwa ein Drittel der Banken mehrere Jahre brauchen, um nach dem ersten Jahr, in dem zusätzlich ins Offshoring investiert wurde, auf die erwarteten 20 Prozent Kosteneinsparungen zu kommen.

Quelle: ComputerworldUK

IT-Outsourcing im Aufschwung trotz globalen wirtschaftlichen Rückgangs

Der globale wirtschaftliche Abschwung zwingt immer mehr Unternehmen dazu, ihre Kosten zu senken und die Gewinne zu steigern, indem die IT-Funktionen an externe Dienstleister ausgelagert werden. Laut dem Marktforscher wird der Markt für IT-Dienstleistungen auch 2008 weiterhin wachsen, wobei die Ausgaben für IT-Funktionen um 9,5% auf $819 Mrd. zunehmen sollen. Die Stärke des IT-Dienstleistungsmarktes wird auch durch die abnehmende Zahl von Meldungen über Profitrückgänge bei IT Service Providern in Großbritannien verdeutlicht. So gab es im zweiten Quartal im Hardware- und Equipment-Sektor nur 12 solcher Meldungen, im Vergleich zu den 20 im ersten Quartal. Outsourcing-Berater behaupten, dass Unternehmen, die auf der Suche nach Möglichkeiten sind, ihre Ausgaben zu kürzen (angesichts der ungünstigen Wirtschaftslage), Kürzungen bei Projekten, die das operative Geschäft betreffen, wie Outsourcing-Verträge und wesentliche IT-Implementierungen, gar nicht in Erwägung zu ziehen brauchen.

Damit blieben die IT-Dienstleister weitestgehend unberührt von jeglichen Kürzungen der IT-Budgets. Für langfristige Projekte ist es höchst unwahrscheinlich, dass diese auf Grund witschaftlicher Faktoren zurückgesetzt werden. Darüber hinaus erhöhen auch KMUs ihre IT-Ausgaben, in der Hoffnung ihr Geschäft auszubauen und die Abhängigkeit von manuellen Prozessen zu minimieren, sprich anfallende Personalkosten zu reduzieren.

In dieser Zeit des wirtschaftlichen Rückgangs suchen die Käufer von Outsourcing-Dienstleistungen zunehmend nach wertorientierten Verträgen, wobei sich ihr Blick oft nach Osten richtet, in der Hoffnung, groß einzusparen und die Notwendigkeit auszuschließen, Personal zu versetzen. Obwohl Indien traditionell als der Outsourcing-Standort betrachtet wird, gewinnen China, Marokko und Ungran zunehmend an Beliebtheit. Tatsächlich eröffneten im Januar 2007 zwanzig IT-Dienstleistungsanbieter aus Großbritannien 21 neue globale Vertriebsniederlassungen, vier davon in China, drei in Osteuropa, ebenfalls drei in Marokko und nur zwei in Indien.

Die Wirtschaft befindet sich im Abschwung, eher als in Rezession, die Unternehmen besitzen die Ressourcen zum Auslagern. Es sind Mittel, die die Unternehmen vorhaben zu investieren in der Gewissheit über zukünftige Vorteile und Einsparungen. Beim Outsourcing müssen die Unternehmen einen IT-Dienstleister finden, der ihren Bedürfnissen und Anforderungen am besten entspricht, während der Dienstleister hochqualitative Ressourcen und Tools aufbringen muss, um dem Käufer eine strategische Lösung entsprechend den Anforderungen bieten zu können.

Sowohl der Anbieter, als auch der Kunde sollten diesen wirtschaftlichen Rückgang als eine Möglichkeit sehen, das Geschäft härter voranzutreiben.

Quelle: ComputerWeekly

Ukraine führend auf dem europäischen Nearshore-Markt

Die Region Mittel- und Osteuropa spielt beim IT-Outsourcing eine der führenden Rollen neben solchen Zentren wie Indien, China und Russland. Es wird erwartet, dass sich die Region in den kommenden zehn Jahren noch weitgehender entwickeln wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der ukrainischen Hi-Tech-Initiative.

Auf satte drei Milliarden US-Dollar schätzt man die Umsätze auf dem IT-Outsourcing-Markt in Mittel- und Osteuropa im Vorjahr. Im Rahmen der Studie wurden 16 mittel- und osteuropäische Länder untersucht, von denen die Ukraine, Rumänien, Ungarn, Polen und Tschechien Spitzenwerte erreichten. Die Schlusslichter bildeten Lettland, Slowenien und Albanien. Berechnungsgrundlage war der Umsatz mit IT-Produkten.

Ukraine führt die Statistik an

Nach der Anzahl der IT-Firmen sind in die Ukraine, Rumänien, Weißrussland, Polen und Bulgarien noch vor den anderen Ländern. Auch hier stehen Lettland, Slowenien und Albanien am Ende der Liste. Die Statistik berücksichtigt nur solche Firmen, die mit mehr als zehn Mitarbeitern Outsourcing-Dienste anbieten. Die Mitarbeiteranzahl wurde aus dem Grund so niedrig angesetzt, weil ein sehr großer Teil der IT-Unternehmen in Mittel- und Osteuropa nur wenig Personal beschäftigt. Führend ist die Ukraine auch bei der Anzahl der Beschäftigten. 14.000 IT-Experten befassen sich mit Outsourcing-Diensten. An zweiter und dritter Stelle liegen Rumänien und Weißrussland mit 12.500 bzw. 9.500 Tätigen.

Bei der Studie wurde zudem ermittelt, wie viel ein einzelner IT-Experte den Endkunden pro Jahr und Dienst kostet; inklusive Lohn, Steuer und Kosten für Geschäftsräume. Bei Spitzenreiter Polen sind das zwischen 32.800 und 66.000 US-Dollar, in Albanien lediglich zwischen 25.920 und 45.440 US-Dollar.

Was hat das mit dem deutschen IT-Markt zu tun?

Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf den IT-Markt beziehungsweise könnten sie haben? Analyst Christian Berner sieht es nicht als wirtschaftliche Option, wenn die deutsche IT-Industrie mit osteuropäischen Outsourcing-Firmen Geschäfte macht. Möglich wäre, dass osteuropäische Länder Teil der grenzübergreifenden Wertschöpfungskette deutscher IT-Dienste werden. So wie man es heute schon im Automobilsektor zwischen der Slowakei und Deutschland beobachten kann.

Quelle: CIO.de

Russland: Staatsgeheimnisse in SAPs Händen

SAP NetWeaver wurde zum ersten ERP-System eines ausländischen Entwicklers, dass vom russischen Verteidigungsministerium darauf zertifiziert wurde, mit Staatsgeheimnissen umzugehen. Der Zugang zu Informationen mit dem Siegel „vertraulich“ wird für das Walldorfer Systemhaus zum Passierschein in das Segment der Machtinstitutionen und wird SAP in der Zukunft wohl noch mehr Staatsaufträge bescheren.

SAP NetWeaver 2004 Application Server wurde durch Russlands Verteidigungsministerium zertifiziert und erfüllt damit sämtliche Anforderungen an die Informationssicherheit. Wie Alexander Fedorov, Director of SAP CIS Product Development, CNews mitteilte, nahm die Zertifizierung ihres Produktes etwa 8 Monate in Anspruch. Angesichts der Komplexität des ERP-Systems wurde durch das Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums eine zusätzliche Prüfung der Untersuchungsergebnisse durchgeführt, während die Untersuchungen selbst von der Leitung des oberen Zertifizierungsorgans des Verteidigungsministeriums persönlich kontrolliert wurden.

Laut Fedorov ist diese Zertifizierung für SAP die “Eintrittskarte” in die russische Rünstungsindustrie. Bereits heute sind die ersten Erfolge zu verzeichnen. Das Verteidigungsministerium ist selbstverständlich der größte potentielle Auftraggeber für den Walldorfer Softwarekonzern. Angesichts der umfangreichen Struktur, die Hunderte und Tausende von Unternehmen vereint, ist es offensichtlich, dass das Verteidigungsministerium ein einheitliches System zum Management seiner Geschäftsabläufe braucht. Nach dieser Zertifizierung kann nun das Ministerium SAP als potentiellen ERP-Lieferanten in Erwägung ziehen.

Nun ist es möglich, auf Basis von SAP NetWeaver 2004 Application Server automatisierte Systeme mit einem Sicherheitslevel bis zu "1B" zu erstellen. Dieser erlaubt es, mit Informationen zu arbeiten, die Staatsgeheimnisse enthalten. Laut SAP wird das Unternehmen als nächstes seine anderen Produkte vom Verteidigungsministerium zertifizieren lassen.

Die Zertifizierung von SAP wird von den Marktexperten allgemein als positiv angesehen. Laut Vladislav Kochetkov, einem Analysten von "Finam", erfüllt SAP NetWeaver die höchsten Sicheranforderung und stellt somit keine Gefahr für die nationale Sicherheit im Umgang mit sensiblen Daten dar. Darüber hinaus wird das Produkt eines der weltführenden ERP-Anbieter den russischen Machtinstitutionen dabei verhelfen, deren Managementqualität zu steigern, effektiv Lösungen zu finden und damit Kosten zu sparen.

Quelle: NetWeaverTeam.com

How can you transfer Basis skills to NetWeaver?

With the increasing intricacy of software architecture (no longer can software architects enjoy the relative simplicity of the one-system R/3) and SAP’s tendency to work with software development platforms and technologies like Java, message throughput, SSO, integrated partner applications sold by SAP, and enterprise service-oriented architecture (SOA), being an architect for SAP NetWeaver now requires not only full proficiency in the fundamentals of this progressive technology, but also an understanding of the potential of NetWeaver’s solutions.

Any aspiring NetWeaver architect must have a full mastery of Java. Although classic SAP technology runs on ABAP, a high level programming language created by SAP itself, SAP’s NetWeaver operates on a J2EE server, which, in turn, functions through Java. For those able to work with any type of J2EE server (JBoss, for example), SAP Java AS would not be difficult to grasp; however, those unfamiliar with the above mentioned servers are encouraged to obtain experience working with Java by downloading NetWeaver 7.0 or 7.1, and/or Composition Environment (CE) 7.1 (optimally both).

As SAP plans to deliver Enterprise Service Bus functionality, becoming an enterprise SOA administrator would be helpful in keeping up with the latest SAP technology. To fully appreciate ESB, it is necessary to become familiar with WS-Policy, WS-Reliable messaging, and UDDI sync. SOA management provides all the benefits that ESB has to offer by monitoring services, providing and enforcing SLAs, and securing them.

After SAP enhanced its Solution Manager, making the landscapes more complicated and the product itself more robust, more companies have been turning to this toolset, creating a rising demand for Solution Manager Consultants. SAP, after splitting functionality into Business Suite applications and NetWeaver components, is now in need of complicated landscapes; thus, fully qualified software architects are in need.

Mastering SAP Java Application Server, enterprise SOA technology, and Solution Manager will not only allow a NetWeaver architect to stay up to date with SAP’s ever-growing and changing NetWeaver (preparing for all of the obstacles the developer might face when working with this platform), but inevitably help distinguish the specialist in the job market.

Source: Techtarget

Near- und Offshore IT-Services: Deutschlandmarkt im Aufwind

Gute Zeiten stehen dem Markt für Near- und Offshore IT-Dienstleistungen in Deutschland bevor. Zu diesem Schluss kommt die jüngste Studie des unabhängigen Analysten- und Beratungshauses Berlecon Research, das seit über 10 Jahren Chancen und Herausforderungen neuer ITK-Technologien auf dem deutschen Markt bewertet. Die Mehrzahl der befragten Anbieter in diesem Segment geht von steigenden Umsätzen und Gewinnen im Deutschlandgeschäft für 2008 aus, was natürlich gerade die großen Global-Sourcing-Anbieter dazu bewegt, ihre Präsenz hierzulande auszubauen, darunter auch viele IT-Dienstleister aus Indien sowie Ost- und Südosteuropa. Nach eigenen Angaben wollen dies nahezu alle Befragten in der nächsten Zukunft machen. Zu betonen ist, dass heute bereits um die 75 Prozent der ausländlischen Global-Sourcing-Unternehmen in Deutschland mit eigenständigen Landesgesellschaften präsent sind.

Laut den Ergebnissen der aktuellen Marktanalyse erwarten etwa 90 Prozent der interviewten Unternehmen in 2008 einen Zuwachs in Umsatz und Auftragsbestand. Knapp drei Viertel der Respondenten rechnen zudem im laufenden Jahr mit höheren Gewinnen im Global-Sourcing-Geschäft mit deutschen Kunden. Wie Dr. Andreas Stiehler, Senior Analyst bei Berlecon Research, erklärt, soll gerade bei den großen Anbietern die Erkenntnis gereift sein, dass der Ausbau der lokalen Präsenz Grundvoraussetzung ist, um im Deutschland-Geschäft Fuß zu fassen. Für die deutschen IT-Dienstleister bedeutet das verschärften Wettbewerb um die hiesigen Kunden.

Zwar erwartet auch jeder zweite Befragte im Rahmen dieser Studie Preissteigerungen, diese werden allerdings keinen oder kaum einen Einfluss auf das Geschäft haben, da die Near- bzw. Offshore-Tagessätze gegenüber den Preisen für vergleichbare Leistungen in Deutschland wesentlich niedriger sind. Generell aber spielen die Kostenvorteile bei der Auslagerung eine zunehmend geringere Rolle. Vielmehr rücken Aspekte wie die Qualität der zu erbringenden Dienstleistungen, technisches Know-How und branchenspezifisches Wissen der Anbieter in den Vordergrund.

Quelle: Berlecon Research

Ein sattes Plus für den CRM-Markt

Nach wie vor ist die Nachfrage nach Customer Relationship Management Software (CRM) sehr stark. Die traditionellen Marktführer in diesem Segment sind die walldorfer SAP AG und das US-amerikanische Unternehmen Oracle.

Laut dem Marktforscher Gartner setzten die Unternehmen mit CRM-Solutions insgesamt weltweit um die 8,1 Milliarden Dollar im Jahr 2007 um, was 23 Prozent mehr ist, als noch im Vorjahr. Das war bei weitem kein Ausnahmejahr: So verzeichnet der CRM-Markt bereits seit vier Jahren ein solides Wachstum. Die primären Markttreiber waren der verstärkte Fokus auf die Bewahrung von Bestandskunden, sowie Software as a Service (SaaS). Eine Besonderheit des CRM-Umfeldes zeigt sich darin, dass gehostete Lösungen hier bereits wesentlich stärker angenommen werden, als in jedem anderem Software-Segment.

Die SAP AG ist wie auch im Vorjahr eindeutiger Marktführer mit einem Marktanteil von 25,4 Prozent. Dieser Wert blieb gegenüber dem Jahr zuvor unverändert. Anders beim marktzweiten, dem US-amerikanischen Giganten Oracle, dessen Anteil zur Zeit bei 16,3 Prozent liegt und damit 0,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis (15,5 Prozent). Auf Platz drei liegt bereits der SaaS-Spezialist Salesforce mit 8,4 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent), damit ein sattes Plus von 1,5 Prozent in einem Jahr.

Quelle: InformationWeek