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IT-Services: Russland dem Rest der Welt voraus

Der russische IT-Dienstleistungsmarkt wuchs im letzten Jahr fast um die Hälfte auf über $4,4 Mrd., so Alexander Prokhorov von IDC. Laut den Analytikern von IDC ist dies die höchste Wachstumsrate weltweit. 47,2 Prozent mehr Umsatz brachte das Jahr 2007.

Nach der Klassifizierung von IDC bilden das Segment der IT-Services die Systemintegration (geschätzte 30,4 Prozent), IT-Beratung und Anwendungsentwicklung (28,8 Prozent), Wartung und Support von IT-Systemen und Anwendungen (18,7 Prozent), IT-Ausbildung und Trainings (4,3 Prozent). Der Finanzsektor war auch dieses Jahr der größte Abnehmer von IT-Dienstleistungen. Staatliche Strukturen stehen an Platz 2 mit 16,2 Prozent gefolgt von der Telekommunikationsbranche mit 13,1 Prozent.

Laut IDC gehörten zu den Top 10 der russischen IT-Dienstleister die Unternehmen IBS, Technoserv, Croc, Optima, Lanit, Compulink, I-Teco, HP, EPAM Systems und R-Style.

Unter anderen nennt Alexander Prokhorov die steigenden Ölpreise und den Beginn einer ganzen Reihe großer nationaler IT-Projekte, auch in den Regionen, als wichtige Gründe für rasante Entwicklung des IT-Dienstleistungsmarktes in Russland. Die stabile politische Lage sowie das günstige Investitionsklima haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf das Wachstum gehabt.

Kurz vor der IDC-Studie untersuchte den russischen IT-Dienstleistungsmarkt auch das französische Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC). Auch PAC bewertete das Volumen von Russlands IT-Dienstleistungsbranche im vergangenen Jahr mit €3 Mrd. oder $4,4 Mrd. Laut PAC betrage allerdings die Wachstumsrate im Vergleich zu 2006 nur 18 Prozent, was immerhin eine der höchsten Wachstumsraten weltweit ist. Der Grund für die unterschiedlichen Schätzungen liegt, so PAC, in den Fehlschätzungen von IDC in den vergangenen Jahren. Dennoch liegt Russland mit 18 Prozent weit vor Westeuropa (gerade mal 6,6 Prozent) und vor Osteuropa mit 15 Prozent. Die Integratoren, die an der IDC-Studie teilnahmen, haben keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Schätzungen von IDC. Die Unternehmen bestätigen die hohen Wachstumsraten und blicken optimistisch in die Zukunft, so erwartet man in den nächsten 3-5 Jahren auf dem russischen IT-Dienstleistungsmarkt Wachstumsraten über 20 Prozent jährlich.

Das Potential des Marktes ist groß. Zwar können die politischen und wirtschaftlichen Krisen, die in letzter Zeit die Welt erschüttern, das Wachstumstempo in kurzfristiger Perspektive hemmen. Aber langfristig gesehen kann durchaus mit einem jährlichen Wachstum zwischen 25-30 Prozent gerechnet werden.

Quelle: CNews (in Russisch)

Softwareentwickler: Russlands versteckte Ressourcen

Russlands ITK-Branche boomt, und die ausländischen Investoren stürmen den Markt, um Geld in den aufregendsten und innovativsten Sektor der russischen Wirtschaft zu pumpen. Software macht einen Großteil von Russlands IT-Exporten aus. Zwischen 2002 und 2006 wuchsen die Auslandsexporte um etwa 40 Prozent, während die Softwareverkäufe um etwa 80 Prozent jährlich zunehmen.

Im Technologiesektor gilt Russland als ein primärer Standort für ausländische Investitionen, dank seinen gut ausgebildeten Fachkräften und den Kostenvorteilen, die auf dem hiesigen Outsourcing-Markt zu erreichen sind.

Jean-Philippe Courtois, Präsident von Microsoft International, erklärte RT auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg, warum er so optimistisch in die Zukunft blicke. Laut Courtois arbeiten in Russland eine Menge Spitzenprogrammierer, die man ohne weiteres zu den besten der Welt zählen kann. Darüber hinaus werden in Russland auch einige der heißesten Softwareprodukte der Welt entwickelt.

So besitze die weltführende IT-Handelsmarke Google gleich mehrere Büros in Russland, in denen nicht nur bereits vorhandene Produkte lokalisiert, sondern auch neue Anwendungen durch lokales Personal entwickelt werden.

Maksim Azarov, Produktmanager bei Google Moskau, erzählte RT über die hellen Köpfe in seinem Unternehmen. “Wir beschäftigen sehr gute Leute, doch noch mehr sind erforderlich,” gab Azarov zu. “Was die Qualität betrifft, so bin ich der Überzeugung, dass die russische Schule im Bereich Informatik und Programmieren sehr stark ist, und es freut mich zu sehen, wie sie wieder auferlebt zusammen mit der allgemeinen Wirtschaftssituation, die von Tag zu Tag besser wird.”

In den kommenden 3 Jahren sollen kleine sowie mittelständische Unternehmen über $20 Mrd. für IT-Produkte ausgeben, während die Gesamtausgaben für IT im selben Zeitraum auf über $37 Mrd. geschätzt werden. Einige Probleme gebe es dennoch, wie z.B. Piraterie sowie einen Mangel an Marketing und Management-Fähigkeiten.

Quelle: RussiaToday

Russlands ITO-Markt: Mögliche Entwicklungsszenarien

Die russische Exportwirtschaft boomt, und mit ihr das Geschäft der hiesigen ITO Service Provider. Doch was steht dahinter? Welche Faktoren treiben den Export russischer IT-Services voran und welche bremsen ihn?

Laut Vladimir Karacharovskiy, dem Fachexperten für IT bei CNews, gibt es zwei mögliche Entwicklungszenarien von Russlands IT-Outsourcing-Industrie, extensiv und intensiv, die mit den Prioritäten russischer IT-Unternehmen eng verbunden sind. Der extensive Weg basiert auf preislicher Konkurrenz (gegen andere IT-Outsourcing-Anbieter, z.B. aus Indien oder China), das intensive Szenario – auf der Qualität der Dienstleistungen, derer Einzigartigkeit, Vielfältigkeit und individuellem Ansatz zur Kundenbindung.

Laut einer Gartner-Studie von 2007 unter 750 Führungskräften aus den Bereichen IT und Outsourcing aus Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum, gaben 41 Prozent der Unternehmen, die ihre IT auslagern, an, IT-Outsourcing-Dienstleistungen vor allem dafür zu nutzen, um bessere Geschäftsergednisse und Leistungen zu erzielen und nicht Kosten zu sparen. 2005 lag dieser Wert bei nur 28 Prozent. Mit anderen Worten muss die preisliche Konkurrenz nicht unbedingt die höchste Priorität bedeuten.

Aus diesem Grund haben russische IT-Unternehmen auf andere Unterscheidungsmerkmale zu setzen, während sie sich als Anbieter von Qualitätslösungen positionieren. Der Vorteil der Märkte für Innovationsprodukte liegt außerdem darin, dass sie nie gesättigt werden können, ganz im Gegenteil – sie tendieren dazu, mit jeder neuerscheinenden Innovation nur noch mehr zu wachsen. Diese Strategie fordert einen hohen Mitarbeitereinsatz, wird jedoch dem Unternehmen am Ende höhere Gewinne bescheren.

Die staatliche Unterstützung spielt eine entscheidende Rolle im Erfolg des russischen IT-Exports. Von Land zu Land ist der Umfang dieser Unterstützung unterschiedlich. In Russland z.B. findet sie ihren Widerklang in Form von Techno-Parks, spezialisierter Investitionsfonds für die ITK-Industrie, eines föderalen Büros zur Förderung des IT-Exports. Doch wie Vladimir Karacharovskiy behauptet, kann eine übertriebene Sorge des Staates auch zu negativen Auswirkungen führen, sollten seine Förderungsmaßnahmen durch zu viele Behörden eingeleitet und kontrolliert werden: Der IT-Export könnte Gefahr laufen, zu hoch besteuert zu werden, was natürlich seine Kosten hochtreiben würde.

Zur Zeit ist es noch nicht eindeutig klar, welchen der beiden Wege der russische IT-Sektor in der nächsten Zukunft einschlagen wird. Die Antwort darauf werden wir in den nächsten paar Jahren erfahren.

Quelle: CNews (auf Russisch)

Export der russischen IT-Outsourcing-Industrie wächst auf 2,3 Mrd. US-Dollar

Im Jahr 2007 wuchs der russische Software-Export im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent auf 2,3 Mrd. US-Dollar. Damit haben sich die Prognosen der Wirtschaftsexperten erfüllt. Nach vorläufigen Schätzungen soll sich der Gesamtumsatz für 2008 auf rund 3 Mrd. US-Dollar belaufen.


Die positive Entwicklungsdynamik, die in Russlands IT-Outsourcing-Industrie in den vergangenen Jahren zu sehen war, hat sich auch 2007 bestätigt, so die Ergebnisse der jüngsten Marktstudie des russischen Branchenverbands „RUSSOFT“. Russlands Softwareindustrie profitiert zunehmend von dem globalen Trend zur Auslagerung komplexer Programmieraufträge. Zusammen mit der gesamten IT-Wirtschaft wachsen auch die hiesigen Software-Entwicklungsunternehmen. Kennzeichnend in diesem Sinn ist die „2008 Global Outsourcing 100“-Rangliste der International Association of Outsourcing Professionals (IAOP), in der gleich sechs russische ITO Service Provider – Auriga, DataArt, EPAM Systems, IBA, Luxoft und Mera – gelistet wurden.


Nach Angaben des Branchenverbands „RUSSOFT“ sind in der russischen exportierenden Softwareindustrie über 80.000 Menschen beschäftigt. Laut Experten ist das Potenzial dieser Branche in Russland noch bei weitem nicht ausgeschöpft: Angesichts der verfügbaren Kapazitäten könnten bis zu 10 Mrd. US-Dollar mit Software-Exporten verdient werden. Der Nährboden dafür ist da. Steuersenkungen, staatliche Unterstützung sowie Bekämpfung von Piraterie brachten schon in den vergangenen Jahren herausragende Erfolge.


Quelle: CNews

BITKOM erweitert Kooperation mit wichtiger Zielgruppe in Russland

Gemeinsam mit dem Dachverband der russischen CIOs (http://www.sodit.ru/) und unter Mitwirkung des Ministeriums für Informationstechnologien und Kommunikation der Russischen Föderation (http://www.minsvyaz.ru/) sowie weiterer Partner hat BITKOM erstmalig auf der CeBIT einen Kongress für russische CIOs veranstaltet. Ziel des Kongresses war der Austausch zu Themen wie der bestmöglichen Business-Unterstützung durch die IT, der Gestaltung von Geschäftsprozessen sowie der Eröffnung und Nutzung von Innovationsmöglichkeiten durch die IT.


In seiner Eröffnungsansprache hat BITKOM-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer hervorgehoben, was die deutschen und russischen Akteure auf dem Kongress voneinander lernen können. Die deutschen Vertreter konnten Erkenntnisse gewinnen, in welchen Branchen und Bereichen in den nächsten Jahren erhebliche Finanzmittel in die ITK investiert werden und sich für Unternehmen aus Deutschland interessante Möglichkeiten eröffnen. Ein Erfolg auf dem russischen Markt setzt eine intensive Auseinandersetzung mit seinen Besonderheiten voraus. Für BITKOM-Mitglieder sind die russischen CIOs daher wichtige Kontaktpartner, um die Bedürfnisse der russischen Wirtschaft genau kennenzulernen.


Zum Abschluss des Kongresses haben der Verband der russischen CIOs (SoDIT) und BITKOM eine Vereinbarung über die Ausgestaltung ihrer Zusammenarbeit abgeschlossen. Diese konzentriert sich auf die Aus- und Weiterbildung von IT-Spezialisten und den Erfahrungsaustausch untereinander. Während der CeBIT wurden Kontakte aufgebaut – zum Nachfolgekongress sollen auch die CIOs aus der Ukraine, Kasachstan sowie Weißrussland nach Hannover eingeladen werden. Des Weiteren diskutierte man über Vorschläge, Innovationen aus beiden Ländern vorzustellen, die das Potenzial für eine internationale Vermarktung aufweisen.


Quelle: BITKOM

Outsourcing heute: Mehr als nur Kostensenkung

Es muss keinen Widerspruch zwischen Kostensenkung und verlässlicher Qualität geben. Vielen Unternehmen fehlt es immer noch an einer konsequenten Sourcing-Strategie, wodurch nicht nur Potenziale verschenkt werden, sondern auch Chaos droht. IT-Outsourcing ist dabei für sichere Systeme zum Schlüsselbegriff geworden. Systeme, die zudem günstig betrieben werden.

Es gibt immer mehr Möglichkeiten, für die Auslagerung. Das Spektrum reicht von der Archivierung, komplettem Daten-Management über etliche Dienstprogramme und Web-Services bis zu umfassendem Hackerschutz und selbstverständlich Serverleistung. Auch weitesgehend neue Anwendungen aus dem Bereich Web 2.0, On-Demand-Lösungen und Service-orientierte Architekturen (SOA) sind auf dem Vormarsch.

Auch der Standort Deutschland profitiert insgesamt von den neuen Sourcing-Services, so Dr. Mathias Weber, Leiter Kompetenzbereich IT-Services und Knowledge Management, Bitkom e.V. Laut Herrn Dr. Weber steigt die Agilität und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch die Auslagerung an professionelle Dienstleister bestimmter Geschäftsprozesse. Zu beachten sei auch, dass dadurch der Mangel an IT-Spezialisten deutlich vermindert werden kann. Oft setzen Kunden auf nationale Dienstleistungesanbieter, die auch Nearshore- bzw. Offshore-Ressourcen in Projekte einbinden, und somit neben Kostenvorteilen hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Services bekommen.

In den modernen Outsourcing-Verträgen nehmen die Kostensenkung in der IT sowie Steigerung der IT-Effizienz einen wichtigen Platz ein, stehen allerdings nicht mehr so stark im Vordergrund.

In der Globalisierung ist globale Ausrichtung in Verbindung mit lokaler Präsenz wichtig. So bleibt der lokale Bezug erhalten. Egal, ob die Outsourcing-Leistung entsprechend der Kundenanforderung On-, Near- oder Offshore erbracht wird, solange Inlandsmitarbeiter im Frontend eingesetzt werden und der Kunde die Möglichkeit hat, mit dem ‚Lokal Hub‘ des Dienstleisters in der eigenen Landessprache zu kommunizieren, entfallen auch sprachliche und kulturelle Barrieren, die in überregionalen Outsourcing-Projekten schnell zu echten Hürden werden können.

Quelle: VISAVIS